Ein Stein in Fluss

Der zweite Tag als Anleiter im Modul 1 hinterlässt mich mit einer Begeisterung und Vorfreude auf den nächsten Tag…

 

Es ist schwierig Spannung zu erzeugen und diese auch auszuhalten, wenn man sein ganzes Leben Spannung vermieden hat. Ausserdem war ich bisher der Typ, der seine Meinung für sich behält und den anderen so stehen lässt wie er ist ohne mich zu teilen, damit der andern von mir lernen kann. Als Anleiter selbst sichtbar zu werden und das was da ist für alle anderen Sichtbar zu machen ist ein große Herausforderung für mich.

Es entsteht Unruhe unter den Teilnehmern, Ich werde unsicher, will vor der Spannung flüchten und weitergehen. Ich bin selbst ungenau und bleibe nicht am Menschen dran. Ich weis nie wie die nächste Minute aussehen wird, was mir im Nachhinein zeigt dass ich nicht voll im Moment war. Für den der im Moment ist existiert keine Zukunft und somit keine Angst. Denn am ersten Tag hatte ich einige Schwierigkeiten, lies mich verunsichern und stellte ständig mein Handeln oder “Nichthandeln” in Frage. Es fehlte die Erdung und war mehr Brainstorming als LAIS und zwar nur so lange bis sich die Hirne ausgestürmt hatten, sobald es spannend wurde ging ich weiter. So blieb auch die entscheidende Selbsterfahrung der Teilnehmer aus, was unter anderem auch zur Folge hatte dass uns eine Teilnehmerin verlassen hat.

Heute am zweiten Tag war ich etwas bestimmter, hatte meine erste Erfahrung bereits gemacht und in einem kurzen Gespräch mit der Lisa wurde mir auch noch einiges richtig klar was ich hier schon erwähnt habe oder noch werde.

Durch das Dranbleiben und Aushalten entstand eine Gewisse Dichte, dadurch dass das Hirn sich am Anfang verausgabt hat wurde der Raum geschaffen um das Sammeln von Erfahrungen zu ermöglichen. Ich habe auch heute noch genug Fehler gemacht (Juhu!) aber im Vergleich zum ersten Tag erschienen sie mir gering.

Im großen und ganzen war ich sehr zufrieden mit dem heutigen Verlauf, sofern mich die lieben Teilnehmer mich nicht belogen haben fühlen sie sich wohl und freuen sich aufs weitergehen.

Auf jeden Fall bin ich sehr dankbar diese Erfahrungen machen zu dürfen und mindestens soviel wie die Teilnehmer lernen zu dürfen.

Die zwei besten Qualitäten eines Anleiter sind meiner Meinung nach:

  • Nichts zu Wissen, nur so kann ich ganz GENAU bei dem anderen bleiben ohne mein eigenes rein zu bringen.
  • Aushalten. Mit Spannung umgehen. Der Fels in der Brandung sein. Ohne Spannung kann nichts entstehen.

 

Der Stein im Fluss, lässt jenen GANZ zu, wie er auch fließen mag. Er hält die Strömung nicht auf, er vermag sie zu lenken ohne seine Position zu ändern.

Eigenartige Metapher, ob mir die morgen auch noch gefällt?

Tja und wenn nicht auch egal, ich darf mich ja ändern 😉

In diesem Sinne eine Gute Nacht..


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